1. September 2015

Aufruf zum Antikriegstag! Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Aufruf zum Antikriegstag! 

Zum Antikriegstag erklärt Georg Liebl, Kreisvorsitzender der LINKEN von Aschaffenburg und dem Bayerischer Untermain: „Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen der 2. Weltkrieg, der die ganze Welt mit Gewalt und Schrecken überzog. 60 Millionen Tote und die Morde von Millionen Menschen in den Vernichtungslagern waren das Ergebnis der Naziherrschaft des Grauens. Diese grauenvollen Resultate von Krieg und der Schreckensherrschaft der Nazis lassen uns den 1. September als zentralen Tag des Mahnens und Erinnerns begehen. 

Vor diesem historischen Hintergrund ist der Schwur der Befreiten des Konzentrationslagers Buchenwald „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ bis heute zu recht Slogan des Antikriegstages am 1. September. 

Kriege, damals wie heute, kommen nicht über uns, sondern Kriege werden gemacht. Gewalt geht von Menschen aus und trifft Menschen. Sie werden getötet, verwundet und vertrieben, allzu oft mit Waffen, die bei uns in Bayern hergestellt werden. In Zusammenarbeit mit Friedensinitiativen und Gewerkschaften rufen wir zum Umdenken auf. Wir fordern die Umstellung der Waffenproduktion auf zivile Güter. 

Vor allem der Export von Waffen setzt die widerstreitenden Interessengruppen in Staaten und Regionen immer wieder in die Lage Konflikte mit Gewalt, mit Waffengewalt, auszutragen. In der Regel haben vor allem die Schwächeren in diesen Kriegen zu leiden. Die Schwächeren sind die Kinder, Mütter und generell die unbewaffnete Zivilbevölkerung. Der fortwährende Nachschub von Waffen hält in der Regel die Konflikte und Kriege am Leben.  Die Ukraine, Syrien, der Jemen oder Libyen sind aktuelle negative Beispiele. Die Heimat und die Lebensgrundlagen vieler Millionen Menschen werden durch diese Kriege zerstört. Dies zwingt die Menschen zur Flucht. Sie suchen bei uns, wie in anderen westlichen Ländern, Zuflucht und Hilfe als Kriegsflüchtlinge. 

Doch Europa schottet sich ab. Europa versucht durch Grenzzäune, Mauern und die Flüchtlingsabwehr-Armee Frontex diese Flüchtlinge fernzuhalten. Die Menschen, die es trotz aller Gefahren und Schikanen zu uns schaffen und Asyl beantragen, müssen zum Teil entwürdigende Prozeduren in überfüllten Unterkünften über sich ergehen lassen. Die Angriffe des Rechten Mobs auf Flüchtlings-Unterkünfte nehmen erschreckende Ausmaße an. 

DIE LINKE von Aschaffenburg und dem Bayerischen Untermain setzt sich für eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge in Bayern, Deutschland und überall in Europa ein. Den Neonazis, die gegen Flüchtlinge hetzen und Unterkünfte von Asylbewerbern anzünden, die massiv Stimmung diese Menschen machen, denen treten wir vereint und mit Zivilcourage entgegen. Die Täter von Straftaten gegen Sachen und Menschen in diesem Zusammenhang sind wie andere Straftäter auch als solche zu behandeln und zu bestrafen. 

Wir heißen die Flüchtlinge willkommen. 

Machen wir sie zu neuen Bürgerinnen und Bürgern in unseren Städten und Ortschaften am Bayerischen Untermain. 

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus; diese Losung ist heute so aktuell wie eh und je! 

Georg Liebl 

Kreisvorsitzender der Linken für Aschaffenburg und den Bayerischen Untermain

 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Aschaffenburger Friedenstrommler, ATTAC Aschaffenburg und der KAB Aschaffenburg laden zur Kundgebung am Antikriegstag 2015, den 01.09.2015, in Aschaffenburg ein.

Der Flyer zur Kundgebung am 01.09.2018 um 18.00 Uhr (Schöntal /Eingang zur City-Galerie) und die Erklärung des DGB zum Antikriegstag, am 01. September 2015 sind als Dokumente diesem Veranstaltungshinweis angehängt.

Die politischen Positionen, die in der Erklärung des DGB zum Antikriegstag am 01. September 2015 zum Ausdruck kommen teilen wir als Linke zu 100 %. Der Slogan "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!", der Schwur der Befreiten des Konzentrationslagers von Buchenwald ist für uns Linke auch heute noch politische Leitlinie.

Es ist historische Tatsache, dass der 2. Weltkrieg am 01. September 1939 mit dem Überfall von "Hitler-Deutschland" auf Polen begann. Es ist historische Tatsache, dass der 2. Weltkrieg in Europa 60 Millionen Menschen den Tod brachte. Es ist historische Tatsache, dass das Nazi-Regime von 1933 bis 1945, dem Ende des 2. Weltkrieges, 6 Millionen Menschen jüdischer Abstammung ermordete.

Vor diesem historischen Hintergrund verpflichtet uns die Geschichte, wenn wir Demokraten sein wollen, zu entschiedenem Widerstand gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Wir haben uns schützend vor die Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber zu stellen bei all den Angriffen, die diese Menschen vielfach von Neonazis und herzlosen und mit dumpfen Vorurteilen agierenden sogenannten, "Mitmenschen" ausgesetzt sind.

Liebe demokratisch gesinnte Mitmenschen, die ihr diese Zeilen lest oder von der Veranstaltung anderweitig erfahren habt, gebt euch einen Ruck, zeigt Flagge und nehmt an der Kundgebung am 01. September 2015 in Aschaffenburg teil.