20. Februar 2016

Die Linke von Aschaffenburg und vom Bay. Untermain hat im Januar ihren neuen Vorstand gewählt.

v. l. n. r. : Veziroglu, Liebl, Ates Gürpinar (LGF), Appel, W. Ziller (LVmitglied), Ahrasoglu Lina Sforza ist nicht auf dem Foto

Der neue Vorstand ist wieder der alte, allerdings erweitert um eine Frau auf dann fünf Personen für die neue zweijährige Amtsperiode. Der Frauenanteil im neu gewählten Kreisvorstand beträgt nun 40 %, mehr als der 23 %ige Frauenanteil an den Mitgliedern zum Zeitpunkt der Vorstandswahl im Januar. Der bisherige Kreisvorsitzende Georg Liebl wurde ebenso wie die bisherige Schatzmeisterin Christine Appel mit großer Mehrheit wiedergewählt. Der Betriebsrat Ibrahim Veziroglu sowie Serdar Ahrasoglu und Lina Sforza komplettieren das Vorstandsquintett in Aschaffenburg.

Liebl zeigte sich mit seinem Vorstandsteam in der bisherigen Arbeit bestätigt, deren Schwerpunkt vor allem in der politischen Bündnisarbeit, z.B. bei Bündnis gegen rechts, dem Aschaffenburger Bündnis "Demokratie erhalten- STOP TTIP" und dem Aschaffenburger Bündnis "Aschaffenburg ist bunt" lag. Liebl in seinem politischen Rechenschaftsbericht:" DIE LINKE am Bayerischen Untermain war in den letzten Jahren sehr erfolgreich. Ich sehe nun für die Zukunft meine Aufgabe darin, diese politische Bündnisarbeit fortzusetzen, allerdings unsere politischen linken Akzente stärker in den Vordergrund zu stellen. Wir haben für die breiten Bevölkerungsschichten mehr zu bieten als in der Regel in der Öffentlichkeit wahrzunehmen ist. Das fängt an mit einer sozialeren Politik, die am konsequentesten von der Linken eingefordert wird und den menschlicheren und humaneren Positionen zur Politik gegenüber Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden. Bei uns stand und steht soziale Gerechtigkeit schon immer im Mittelpunkt schon lange bevor sich die sogenannten Probleme mit den Flüchtlingen abzeichneten. Wir verurteilen das Ausspielen der armen einheimischen Bevölkerung gegen arme Flüchtlinge. Wir sind schon immer für soziale Gerechtigkeit für alle Bevölkerungsschichten. Geld ist genug da. Wir müssen in Deutschland endlich wieder die wirklich Reichen stärker besteuern. Diese realistischen politischen Forderungen und Ziele linker Politik gilt es in der Zukunft stärker hervorzuheben. Daran will ich mit dem neuen Vorstand arbeiten."

Gäste waren Wolfgang Ziller, vom Vorstand der bayerischen Linken und der Landesgeschäftsführer Ates Gürpinar. Gürpinar wünschte dem gewählten Vorstand in seiner Rede viel Erfolg. Er wehrte sich dagegen, in der aktuellen politischen Lage von einer Flüchtlingskrise zu reden: "Wir haben eine Krise des Sozialen. Denn die soziale Kälte in Deutschland gilt für die Geflüchteten ebenso wie für die Erwerbs- und Wohnungslosen, für die LeiharbeiterInnen genauso wie für die Beschäftigten in Werkverträgen. Wenn Merkel, Gabriel und Seehofer darauf Rücksicht nähmen, wäre allen geholfen. Sozaler Wohnraum, angemessene Bildung und ausfinanzierte Gesundheitsvorsorge wäre für die Geflüchteten genauso hilfreich wie für die Ärmeren in der Gesellschaft, die schon länger in Deutschland leben."