8. Mai 2015

08. Mai zum Feiertag erklären - gemeinsam gegen Rassisten und Nazis

Aschaffenburg, den 07.05.2015 

Pressemitteilung Der Linken, Kreisverband Aschaffenburg und Bayerischer Untermain 

8. Mai zum Feiertag erklären - gemeinsam gegen Rassisten und Nazis 

DIE LINKE. KV  Aschaffenburg und Bay. Untermain  möchte anlässlich des 70. Jahrestags der Zerschlagung des deutschen Faschismus den 8. Mai zu einem Feiertag erklären, so  Georg Liebl,  Kreisvorsitzender Der Linken vom Bay. Untermain.

„Dieses Datum markiert den Sieg über das menschenverachtende Regime des Hitler-Faschismus. Durch das gemeinsame Handeln der Antihitlerkoalition wurde dieser Eroberungsfeldzug gestoppt und Deutschland besiegt. Der 8. Mai 1945 ist damit der Tag der Befreiung für alle vom deutschen Faschismus bedrohten Völker und für die Inhaftierten der faschistischen Konzentrationslager, die  unter unfassbaren Bedingungen Sklavenarbeit leisten mussten. Da die meisten KZ-Inhaftierten vom deutschen faschistischen Terrorregime ermordet wurden, erlebten leider nur ein Teil überhaupt die Befreiung.“

DIE LINKE. Des Kreisverbandes Aschaffenburg und Bay. Untermain  möchte anlässlich des Jahrestages auch an den Beginn einer neuen Politik in den internationalen Beziehungen erinnern. Die Gemeinsamkeit des Handelns aller Nazigegner sei die Grundlage für die Gründung der Vereinten Nationen und die Fixierung von Grundlagen des Völkerrechts gewesen, so Liebl. Dies sei ein Moment der Gemeinsamkeit bei allen weiteren Unterschieden gewesen. Liebl betont, dass die Gesellschaft auch heute gemeinsam gegen Neofaschismus, Rassismus und Antisemitismus, gegen Krieg und Terrorismus sowie deren gesellschaftliche Wurzeln handeln müsse. Dies sei nicht selbstverständlich, so Liebl: „Die Pegida-Aufmärsche müssen ein Anlass zum gemeinsamen Agieren für all diejenigen sein, denen Demokratie, gleiche Rechte und soziale Gerechtigkeit am Herzen liegen.“ Liebl sieht zwar bei manchen Bürgerinnen und Bürgern, die zu den Protesten gehen,  Zukunftssorgen als eine der Ursachen. Sie artikulierten sich jedoch rassistisch und stünden mit den realen Ursachen von Abstiegsängsten und Politikverdrossenheit in keinem Zusammenhang. Ein Feiertag am 8. Mai mache die Relevanz dieses Datums deutlich und zeige, dass der gemeinsame Kampf gegen Faschismus eine Aufgabe für alle Zeit sei, so  Liebl: „DIE LINKE von Aschaffenburg und dem Bay. Untermain wird immer Bewegungen entgegentreten, die Ungleichheit zum Ausgangspunkt ihres Handelns machen. Wir sagen Nein zu Pegida und ihren Ablegern! Wir sagen Ja zu einer offenen Willkommenskultur in Aschaffenburg und am Bayerischen Untermain!“